[Allgemein
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11 März, 2011 08:18
Neuseeland und Campen
In den letzten Wochen habe ich zwei ganz unterschiedliche
Seiten des sehr beliebten Zeitvertreibs der Neuseeländer kennengelernt.
Mein erster Campingtrip ging mit meiner Gastfamilie nach
Mount Maunganui. Mein 9-jähriger Gastbruder hatte eine Surfclub-competition und die ganze Familie ist mitgefahren. Ich
muss schon sagen der Anblick von den 3 Metern hohen Wellen die wie im Traum
einen jedes Surfers brachen, war atemberauben. Die Sonne brannte vom Himmel,
kein Wind, nur hohe türkisfarbene Wellen die auf weißen Strand brachen.
Wunderschön. Das ganze wurde dann sehr lustig, als beim Startpfiff die kleinen
Kinder ihre zwei Meter langen Bretter schnappten und damit anfingen hinaus in
die Brandung zu paddeln. Ich war echt erstaunt über den Mut und die Ausdauer
der Mädchen und Jungs die den ganzen Tag im Wasser waren und Wettkämpfe in
schwimmen, board, diamond, tube rescue etc. austrugen. Die nächsten 2 Tage
gingen auch am Strand vorüber, während ich meinem Gastbruder bei seinen
Wettkämpfen zugesehen habe. An meinem letzten Tag bin ich auch den Mount
Maunganui hinaufgestiegen. Ein wunderschöner Anblick erwartete mich nach 1 ½
Stunden Aufstieg. Aber irgendwie ist die Landschaft hier überall wundervoll.
Nach fünf Tagen ging es dann zurück nach Hause, Wäsche waschen und mich für den
nächsten Campingtrip vorbereiten.
Denn am nächsten Wochenende war ein Trip nach Pakiri mit den
Internationals an meine Schule geplant. Am Freitagmorgen ging es los mit dem
Bus in den Nationalpark. Dort angekommen mussten wir erstmals unsere Zelte
aufbauen. Mr. Duffett (unser NZ Experience Lehrer) hatte schon in der Woche vor
dem Trip mit uns geübt, deswegen verlief das relativ reibungslos)Nachdem unsere
Dreimannzelte nun also standen konnten wir die Gegend erkunden. Obwohl wir von
Mr. Duffett vorbereitet wurden, war der Anblick der zwei Plumpsklos, der Dusche
die nur kaltes Wasser zur Verfügung hatte und der halbverrotteten Küche
schockend. Vor allen Dingen weil ich meinen letzten Campingtrip auf einem Platz
verbracht hatte der wirklich überdurchschnittlich gut in Stand war. Aber wir
befanden uns nun einmal in einem Nationalpark. Mit nichts in der Umgebung.
Wirklich nichts. Deswegen haben wir auch gleich das gute Wetter genutzt und
sind an den Strand gegangen.
Nachdem wir uns alle in die Fluten gestürzt hatten und
abgekühlt hatten, waren wir bereit für ein paar der lustigen Gruppenspiel die
Mr. Duffett vorbereitet hatte. Mit sehr viel Enthusiasmus hat sich jeder am
Luftballon zertreten, blindfolded race oder Sandburgen bauen beteiligt, vor
allen Dingen nachdem der Preis verkündet wurde. 5 Minuten heiße Dusche.
Nach diesem
ereignisreichen Tag kam die Herausforderung des Abendbrotkochens. Zu dritt
hatten wir einen Campingkocher und einen Eimer mit Tomaten, Reis, Zuchini,
Eiern, Würstchen, Zitronen und Kumara. Nicht schwer zu erraten. Es gab also
Reispfanne. Was sich aber mit nur einer Platte zum Kochen nicht so einfach
darstellt. Wir haben schließlich aber doch noch etwas Essbares zustande
gebracht.
Am nächsten Morgen wurden wir mit einem wunderschönen
Frühstück geweckt. Toast, Spiegeleier, Bacon, Müsli…. Alles was man sich
wünschen konnte, ein Traum (vor allen Dingen für Diejenigen die am Abend zuvor
beim Kochen versagt hatten) Danach ging es auf einen Hike durch den
Nationalpark, bei dem ich wieder wunderschöne Aussichten zu sehen kriegte und
danach konnten wir an einem Ausritt am Strand entlang teilnehmen. Das Highlight
des Tages. Am Abend wollten wir eigentlich ein Lagerfeuer haben, aber wir
hatten gerade die Marshmellows herausgeholt, als uns das Wetter einen Strich
durch die Rechnung machte. Mit dem Regen der vom Himmel fiel, war an ein
Lagerfeuer nicht zu denken, wir sind alle in unsere Zelte geflüchtet und haben
schon mal unsere Sachen gepackt. Am nächsten Morgen ging es nämlich schon
zurück nach Hause. Insgesamt ein sehr schöner Ausflug.
Jetzt könnte man ja denken dass ich erst einmal genug vom
Campen habe, aber nein. Denn im Moment bin ich am Planen für eine Rundreise in
den 2 Wochen Ferien die ich genießen kann bevor ich nach Hause zurückkomme. Und
wahrscheinlich wird das Ganze auf eine Campingtour , mit der Organisation
Flyingkiwi, hinauslaufen. Also nochmal 2 Wochen mehr Campen für mich, aber das
ist auch die beste Möglichkeit die atemberaubenden Landschaften Neuseelands zu
erkunden und ich freue michschon darauf.
[Allgemein
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17 Februar, 2011 06:13
Das Schulleben
So jetzt bin ich schon knapp 3 Wochen in Orewa und ich
dachte es wird langsam Zeit das ich mich mal wieder melde.
Das gestaltet sich aber relativ schwierig weil meine
Gastfamilie keinen Internetanschluss hat. Deswegen sitze ich jetzt gerade hier
im Wohnzimmer und suche nach einem öffentlichen Netzwerk ohne
Passwortverschlüsselung… was es sogar gibt. Nur leider ist die Verbindung sehr
schwach und bricht ständig zusammen, deswegen werdet ihr wahrscheinlich in
nächster Zeit nicht so viel von mir hören. Wobei das auch daran liegen kann,
dass ich einfach unglaublich viel zu tun und zu erleben habe J,
denn schließlich bin ich nur einmal in Neuseeland.
Meine neue Schule, das Orewa College, ist sehr schön, groß
(man kann sich leicht verlaufen) und international. Ein bisschen zu
international für meinen Geschmack. Sich mit echten Kiwis (eine Bezeichnung für
Neuseeländer) anzufreunden ist schwer, wenn man von ca. 40 anderen
Austauschschülern umgeben ist. Dafür habe ich aber schon viele interessante
Bekanntschaften mit Schülern aus Chile, Japan, Argentinien und Brasilien
geschlossen.
Das Schulleben hier ist ganz anders als in Deutschland.
Jeder Schüler wählt maximal 7 Fächer von denen er jeden Tag 5 hat. Es gibt in
der Oberstufe keine Pflichtfächer, wodurch der Stundenplan aus vielen
verschiedenen Fächern besteht. Neben den bekannten Fächern wie Chemie, Physik,
Sozialkunde und Mathe, kann man hier auch Kochen oder Nähen erlernen. Insgesamt
ergibt sich dabei eine ziemlich bunte Mischung.
Auch der Schulspirit ist vollkommen anders. Das Orewa
College ist in 5 Häuser eingeteilt (was
man sich ungefähr wie bei Harry Potter vorstellen muss): Mc Laren, Batten,
Blake, Sheppard und Nepia, nach Persönlichkeiten aus Neuseeland benannt die als
Vorbilder dienen sollen. Jedes Haus hat
eine andere Farbe und über das Jahr verteilt finden immer wieder Wettkämpfe
statt bei denen die Häuser gegen einander antreten. So gibt es
Volleyballturniere, Schwimmwettkämpfe und vieles mehr, was die
Schulgemeinschaft zusammenschweißt. Jeden Morgen trifft man sich in der
Formclass, wo die Anwesenheitsliste durchgegangen wird und Ankündigungen
gemacht werden. Einmal pro Woche findet statt dieser form class eine Assembly
statt. Es gibt die Year Assemblies, wo der Direktor, oder andere Lehrer Reden halten,
oder andere wichtige Informationen
ausgeben und die Haus Assemblies wo die Prefects und die Schulsprecher ihren
Teil zur Schulgemeinschaft beisteuern.
Für internationale Schüler wird am Orewa College auch das
Fach NZExperience angeboten, welches einem Einblicke in die neuseeländische
Lebensweise, die Schule und auch die
wunderschöne Landschaften verleiht. Denn der Lehrer, Mr. Duffett, organisiert
ab und zu kleine Trips um die Nordinsel besser kennenzulernen. Heute zum
Beispiel waren wir in Wenderholm, einem Nationalpark, und haben einen langen
Spaziergang unternommen um diesen zu erkunden. Dabei sind nicht nur schöne
Fotos sondern auch leider wunde Füße zu Stande gekommenJ. Außerdem waren wir auch
schon auf einer Schafsfarm ( Neuseeland hat 8 mal mehr Schafe als Einwohner)
und für übernächste Woche ist ein 3-tägiger Campingtrip in ein anderen
Nationalpark geplant. Wenn man etwas unternehmen möchte wendet man sich einfach
an Mr. Duffett und er versucht es möglich zu machen.
Judy O’Grady ist die andere große Hilfe an der Schule. Sie
ist für die Austauschschüler zuständig und was auch immer man für ein Problem
hat: ob man nun mit der Gastfamilie nicht auskommt, der Stundenplan nicht
passt, man einen Termin beim Arzt machen möchte, eine Möglichkeit sucht nach
der Schule einem Sportteam beizutreten oder einfach mal nur reden möchte,
: Judy ist für einen da. Dabei ist es wirklich völlig egal wobei man
Hilfe braucht.
So, das waren erst einmal meine zusammengefassten Eindrücke
vom Schulleben in Neuseeland und wenn ich mal wieder Zeit und Internet habe
melde ich mich wieder. Ich hoffe ihr habt alle eure Winterferien genossen und
ich wünsche einen guten Start in das neue Halbjahr.
[Allgemein
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28 Januar, 2011 07:25
Meine ersten Eindrücke
Hallo hier bin ich wieder,
Seit fünf Tagen bin ich nun schon hier in Auckland und besuche einen
Vorbereitungskurs. Meine Gastfamilie wohnt in Takapuna, direkt am Strand.. Sie
besteht eigentlich nur aus Garry und Shirley, zwei Rentnern Anfang 70. Aber ich
bin nicht alleine, mit mir zusammen wohnen hier für diese Woche noch 3 andere
Deutsche. Außerdem verbringen Jessi, eine Chinesin und Joao, ein Brasilianer, hier
ihr nächstes halbes Jahr. Eigentlich schlafen dort wo wir Deutschen uns jetzt
aufhalten auch noch ein Japaner und eine andere Deutsche, aber die befinden
sich im Moment auf einer Tour auf der Südinsel. Ich lebe also in einem sehr
multikulturellen Haushalt.
Morgen von 9 bis 12
haben wir Unterricht in dem wir etwas über die neuseeländische Kultur und
Sprache lernen.
Ich kann jetzt sogar ein bisschen Kiwi-Slang sprechen…
Kia Ora - Hall, Wilkommen,
Tschüss gut gemacht (ein ganz Parktisches
Wort)
Crook – krank
Jandals – Flip-Flops
Lollies – Süßigkeiten
Sweet as – hat eigentliche keine sonderliche Bedeutung außer
gut wird aber in jedem zweiten Satz benutzt J
Außerdem hatte ich auch schon einige interessante
Erkenntnisse über die Leute die hier Leben. Jeder hier läuft mit einem Lächeln
auf dem Gesicht herum, sogar in Auckland begenet man kaum gestressten
Gesichtern. Die Busfahrer sind unglaublich nett. Sie wünschen einem immer einen
schönen Tag noch, sagen Bescheid wann man Aussteigen muss und halten sogar
mitten auf der Straße an wenn man den Bus verpasst hat. Sowieso sind die Leute
hier unglaublich hilfreich und offen. Gleich am ersten Tag im Bus hat sich eine
ältere Frau neben mich gesetzt, die mir erklärt hat welche Busse ich nehmen
kann und welche nicht, wo ich aussteigen muss und mir auch gleich nebenbei eine
kleine Sightseeing-Tour gegeben hat J
Nachmittags besuchen wir verschiedene Sehenswürdigkeiten. Am
Montag zum Beispiel haben wir den
Skitower besucht, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf Auckland hat und Dienstag waren wir auf Rangitoto,
einer Insel die kurz vor Auckland liegt. Dort sind wir auf den Vulkan gestiegen
von dem man auch eine atemberaubende Aussicht hat. Außerdem kann ich bestätigen,
dass sich in Neuseeland das Wetter wirklich ständig ändert. Die Kiwis pflegen
zu sagen „ you‘ve got for seasons in one day“ und das stimmt. Es ist bewölkt
und windstill wen man aufsteht, dann fängt es an zu schütten und eine halbe
Stunde später nieselt es nur noch ist dafür aber enorm kalt. Wenn man dann zwei
Stunden später an den Strand geht scheint auf einmal die Sonne und man kann
ohne Probleme baden gehen. Ein bisschen
später scheint zwar immer noch die Sonne aber es ist so windig dass man nur
noch in Pullover herumlaufen kann. Das Wetter hier ist wirklich unberechenbar.
Am Mittwoch waren wir im Museum und haben anschließend eine Maori-Performance
beigewohnt. Die Maori sind sozusagen die Ureinwohner Neuseelands. Wir haben den
Haka gesehen, eine Art Kriegstanz und die Maori haben uns etwas über ihre
Kultur erzählt. Außerdem haben sie typische Maori-Lieder gesungen, die echt
wunderschön Klangen. Gestern waren wir am Strand Piha, ungefähr eine halbe
Stunde von Auckland entfernt. Dort habe ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand
geholt. Denn über Auckland ist ein Ozonloch und irgendwie habe ich es trotz
Sonnenschutzfaktor 50+ geschafft mich zu verbrennen.
Morgen geht es dann nach Orewa in meine richtige
Gastfamilie. Ich bin echt gespannt was das mit sich bringt.
Mit vielen lieben Grüßen Carola
[Allgemein
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23 Januar, 2011 04:58
die Reise
Hallo liebe Leser oder Leserinnen,
Wenn ihr das hier lest bin ich schon im sonnigen Neuseeland
angekommen. Weg aus dem grauen Deutschland und für 3 Monate in eine neue Welt
eintauchen. Darauf freue ich mich jetzt schon seit mehr als einem halben
Jahr.
Seit Freitag um 11:30
Uhr bin ich nun schon auf der Reise und jetzt 2 Tage später befinde ich mich irgendwo über Australien und
beginne meinen ersten Eintrag für den Blog zu schreiben. Ich warne euch schon
einmal vor das ich nicht versprechen kann regelmäßig zu updaten oder euch
informiert zu halten, weil ich einfach überhaupt keine Ahnung habe was in
Neuseeland auf mich zukommt. Ich weiß noch nicht einmal ob meine Gastfamilie
einen Internetanschluss hat, ihr werdet also einfach gespannt darauf warten müssen
ob ich neue Artikel online stelle.
Meine Reise an das andere Ende der Welt hat sich bis jetzt
sehr entspannt gestaltet. Am Hamburger Flughafen ging es los bis nach Frankfurt
von wo wir mit einem 50köpfigen
Gruppenflug unsere Weiterfahrt nach
Singapur antraten.
Ich muss sagen dass Singapur- Airlines einen sehr guten
Service hat. Alle gefühlte 15 Minuten kommt eine Stewardess vorbei um einem
etwas zu trinken oder zu essen anzubieten und das Entertainment ist einfach nur
Klasse, man kann zwischen 140 verschiedenen Filmen auswählen, neue Musikalben
hören, Reiseführer lesen etc. Nach einem 11 stündigen Flug kamen wir dann am
Changi-Airport in Singapur an, wo wir ungefähr 4 Stunden Aufenthalt hatten.
Eigentlich viel zu wenig Zeit um diesen tollen Flughafen zu
erkunden. Denn er ist nicht wie normale Flughäfen. Nein er bietet einen
botanischen Garten, eine Schmetterlingshalle
und vieles mehr zu besichtigen an. Ein weiterer Vorteil war die
kostenlose Internetnutzung, wofür ich aber gar keine Zeit hatte. Auch die für 5
€ mögliche Dusche war eine sehr willkommene Angelegenheit.
Auf jeden Fall starteten wir nach diesen 4 Stunden um 21:00 unsere
letzte Etappe den Flug nach Auckland. Auf dem ich mich jetzt befinde. Sonntag
um 12:10 Ortszeit werde ich dann vollkommen geschafft und müde am Flughafen in
Auckland landen und dann bin ich angekommen in Aotearoa, dem Land der großen
weißen Wolke.
Wobei ich Übrigens jetzt auch weiß warum Neuseeland so heißt, beim 30minütigen Landeflug habe ich nämlich nur weiß gesehen, Wolken über Wolken :)
Mit lieben Grüßen vom anderen Ende der Welt an alle Leute
daheim,
Carola